Chinle- Canyon De Chelly – Cortez, 9. September 2017

Die Männer hegen und putzen die Tefflis in der Nacht, weil sie nicht schlafen können oder früh am Morgen. Ganz in der Nähe ist der Canyon De Chelly, der 2. grösste Canyon in den USA. Wir staunen, es hat keine Besucher und dabei ist dieser mit dem roten Gestein und den hohen Felstürmen mindestens so sehenswert und imposant wie der Gran Canyon. In der Ebene des Canyon hat es Indians, welche das Land bewirtschaften.
Wir biegen auf die 191 North ab. Auch heute wechseln sich weite, flache Strecken, Wüste und Steppenland ab.

Das rote Gestein begleitet uns. In der Ferne sehen wir rote Rocks, welche wie hingestellt in der Gegend stehen. Bei Red Mesa zweigen wir auf die auf die 160 East ab und dann auf die US-491 Nord und überfahren die Grenze in den Staat Colorado. Schon früh sind wir im Hotel Holiday Inn Express Mesa in Verde-Cortez. Die einen steigen in den Pool, die anderen fehren zum Autoschrotplatz für Fotos und wir ins Zimmer zum Blogg schreiben.
Gleich vis à vis ist ein Grillrestaurant. Die Bedingung um dort zu essen ist dass Bier und Wein verfügbar sind ….
Wetter: teilweise bedeckt und milchig, Temperatur 18°C bis 32°C, wir bewegen uns immer noch zwischen 1’300m und 2’150m









In Seligman gibt’s einen Halt beim bekannten Barbier und die Männer wollen sich dies nicht entgehen lassen. Leider ist kein Termin frei und so fahren sie mit Stoppelbart weiter, immer weiter und noch weiter auf der Rte 66 bis Williams. Dies, ein kleines Städtchen, welches sehr auf Tourismus ausgerichtet und trotzdem ländlich geblieben ist.
Diese Kulisse ist jedes Mal wieder atemberaubend. Die Eindrücke in Natura sind viel imposanter als auf Bildern und einfach unbeschreiblich. Eine schwarze Wolke zieht auf und es schüttet für etwa 10 Minuten sehr heftig. Dies stört uns nicht, denn über den Canyon erstreckt sich ein prachtvoller Regenbogen.





Rückfahrt nach LA um beim „Bartels“ den Pflichtbesuch abzustatten😏. „Bartels“ ist einer der grössten Harley Shops und nichts zum Kaufen zu finden ist beinahe unmöglich.
Über die Nr. 330 North und Nr. 18 zum Big Bear Lake. Hier kurven wir bis auf 2500m hoch. Die Mundwinkel unserer Tefflibiobä verziehen sich bis zu den Ohren.
Diese Strecke ist einer Schweizer Passstrecke mehr wie ebenbürtig.



Wir bewegen uns weiter auf dem legendären HWY Nr. 1 südwärts (ab Sanata Barbara auch Pacifica Highway genannt). Auf der Meerseite stehen Dutzende von Riesen-Camper auf Parkplätzen. Auf der einen Seite abfallender Fels ins Meer und auf der anderen die Strasse. Hier verbringen die eingefleischten Amis für 30$ am Tag „Campingferien“.

Start um 07:30h. Nach einem Kaffee im Starbucks ist dies auch heute für alle kein Problem, denn der Jetlag ist noch nicht überwunden. Leider ist der legendäre „Highway Number one“ der Küste entlang seit langer Zeit wegen Abrutschen der Strasse gesperrt. Amerika ist da nicht so schnell, auch wenn nun Trump Präsident ist. So folgen wir nun der 101. Kein Verkehr und das „Cruisen“ über die Landschaft ist für mich wie Meditation. Je näher wir nach Salinas kommen umso stärker wird der Verkehr. Die Landwirtschaft ist allgegenwärtig.
Es schmeckt nach Erdbeeren und Kabis. Da in den USA bekanntlich alles etwas grösser ist, werden der Dünger und die Pestizide mit dem Helikopter zerstreut. Das Ende der heutigen Etappe führt über die 154, den Passo di San Marco, 650m, und die Kurven erinnern an einen Pass in der Schweiz. Dann runter nach Santa Barbara ins Best Western Plus Encina Inn.
Immer noch haben wir mit den 9 Std Zeitdifferenz zu kämpfen und sind auch heute wieder früh auf den Beinen. Nochmals das Gepäck neu ordnen und die Harleys beladen. Alle sind vor der abgemachten Zeit bereit. Guido fährt voraus. Wir machen als erstes der 80-jährigen „Lady“, der Golden Gate Bridge, unsere Aufwartung. Für ihr Alter sieht sie immer noch sehr gut aus.
Gegenüber Motorrädern sind die Amis sehr tolerant und machen Platz. Darüber sind wir sehr dankbar, denn das Thermometer zeigt 41 Grad. Somit haben wir trotzdem etwas Fahrtwind. Die Route führt uns wieder an die Küste und die Temperatur sinkt innerhalb weniger Kilometer vorübergehend auf 25 Grad, welche Erfrischung. Für die kurze Strecke benötigen wird zeitlich viel länger wie geplant.
Verschwitzt kommen wir in Monterey im Hotel Portola an. Wie doch so eine Dusche die Lebensgeister wieder weckt. An der Wharf genissen wir die Happy Hour mit kühlen Drinks. Wie in San Fran, sind auch hier die Preise sehr hoch (entspricht etwa dem Reussquai in Luzern). Im Downtown sind die Mahlzeiten erschwinglicher und sehr gut.


Der Körper hat die Zeitverschiebung noch nicht erkannt. Schon um 01:30h hellwach. Wir geben das Herumwälzen auf und machen uns auf den Weg an die Pier. Die Stadt „schläft“ noch. Wir werden mit einem sehr schönen Sonnenaufgang belohnt.
Wir Frauen statten den Sea Lions am Pier 39 einen Besuch ab und genehmigen uns einen feinen Kaffee. Am Nachmittag fahren wir alle mit der Cable Car ins Down Town. Dort trennen sich unsere Wege. Shopping und Sehenswürdigkeiten sind auf dem Programm.

Um 04.30h Tagwache. Restliche Sachen einpacken. Wir haben schon am Sonntag ein Probepacken gemacht, denn die Seitentaschen von den Töffs haben nicht viel Platz.
Pünktlich, nein, mit 15 Minuten Verspätung startet unser „Vogel“ BoingTripple 7 der Swiss (Flug LX38) um 13:30h.